23 Jahre Kirschkern e.V.
 
 

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Übergang vom Kinderladen in die Schule




Der Übergang vom Kinderladenkind zum Schulkind bedeutet für das Kind eine Entwicklung über die gesamte Kinderladenzeit. Von Beginn an lernen Kinder gemäß ihrer Entwicklung Neues und erweitern stetig ihre Kompetenzen.
Eine so genannte vorschulische Zeit bezieht sich dann hauptsächlich auf die thematische Auseinandersetzung mit dem Thema „Ich bin bald ein Schulkind“.
Das zukünftige Schulkind verbindet mit diesem für ihn so wichtigen Entwicklungsschritt eine Statusveränderung. Es ist jetzt das große Kind, erwartet dass ihm Rechte zugestanden werden und ist auf seine Selbstständigkeit und seine bisher erworbenen Kompetenzen stolz. Und diese Fertigkeiten und Fähigkeiten wollen sie präsentieren und wünschen sich Anerkennung und Bestätigung ihres Könnens.

Zur Unterstützung wird dieser Übergang im Kinderladen thematisiert, denn auch die kommende neue Situation kann Gefühle von Unsicherheit auslösen.
Besonders wichtig ist uns, jedes Kind darin zu begleiten die Herausforderung annehmen zu können und es zu unterstützen das es…..

  • Sich selbst bewusst ist, schon vieles gelernt zu haben und darauf vertrauen kann, mit seinen vielfältigen Fähigkeit die neue Herausforderung anzunehmen.
  • Ernst genommen wird mit seinen Gedanken, seinen Gefühlen, seinen Ideen und Vorstellungen zum Thema Schule – Schulkind.
  • Sich mit seinen Themen in der Gruppe ausdrücken und seine Wünsche und Bedürfnisse klar äußern kann.
  • Lernt Kritik zu äußern und andere Vorstellungen auch annehmen und akzeptieren kann.
  • Sich für andere und für sich selbst einsetzt und entsprechend seinen Vorhaben die Verantwortung übernehmen kann.
  • Erfahrungen machen kann, die Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den äußeren Anforderungen zu bewältigen.


Das Thema „Schulkind“ wird dann altersentsprechend in verschiedenen Themenbereichen, Aktionen und Angeboten mit den Kindern gemeinsam bearbeitet. Dazu kann gehören:

- die Verkehrserziehung – naturwissenschaftliche und mathematische Grunderfahrungen – Sprache und Kommunikation – Umgang mit Materialien – Eigenständigkeit – Wie viel Zeit habe ich für welche Tätigkeit – Wo wohne ich – der Besuch einer Schule – kenne ich Schulkinder – Welche Materialien gibt es in der Schulmappe – Was machen Kinder in einer Pause – Was mache ich, wenn ich etwas nicht weiß -
Wie kann ich dort Freunde finden – Was mache ich, wenn ich mich ärgere oder traurig bin, wenn ich mich freue, wenn ich aufgeregt bin, etwas suche – welche Buchstaben gibt es in meinem Namen – ich erzähle anderen eine kleine Geschichte – ich helfe anderen Kindern.


Auch für die gesamte Familie bedeutet die Einschulung eine Veränderungen der bisherigen zeitlichen Abläufe und Strukturen. Die bildungspolitischen Entscheidungen haben die Institution Schule gerade in der letzten Zeit stark verändert, sodass es auch für die Erwachsenen viel Neues gibt.
Bei Bedarf bieten wir den Eltern ein Gespräch an.

Wir möchten insbesondere den Kindern die Möglichkeit bieten, Raum und Zeit zu haben, dass sie sich mit ihren persönlichen Stimmungen, ihren Gefühle, ihren Fragen, ihren Sichtweisen und ihren Vorstellungen zu diesem neuen Lebensabschnitt auseinandersetzen können.
Wir wissen aber auch aus langjähriger Erfahrung, dass inhaltlich die Wünsche der Kinder und die Vorstellungen der Eltern dabei nicht immer übereinstimmen.
Hier vertrauen wir auf einen gemeinsamen Prozess, mit dem Ziel, den Übergang für die Kinder so zu gestalten, dass sie mit Spannung, Lust und Neugierde eine schöne Zeit der Vorfreude bis zur Einschulung erleben können.